In einfachem Englisch
Was temporärer Verlust bedeutet
Wenn ein Pool-Vermögenswert gegenüber dem anderen stark steigt oder fällt, gleichen Arbitrageure den Pool aus. Ein Liquiditätsanbieter hält dann relativ mehr von dem Vermögenswert, der im Preis gefallen ist, und weniger von dem, der gestiegen ist. Der Verlust heißt impermanent, weil er schrumpfen kann, wenn die relativen Preise zurückkehren; er wird jedoch realisiert, wenn Liquidität abgezogen wird.
Warum das wichtig ist
Impermanent Loss ist ein zentraler Kompromiss beim Bereitstellen von zweiseitiger AMM-Liquidität. Handelsgebühren, Anreize und Kursbewegungen bestimmen gemeinsam das Endergebnis, sodass die angegebene Gebühr eines Pools allein nicht zeigt, ob sich die Bereitstellung von Liquidität im Vergleich zum bloßen Halten der eingezahlten Vermögenswerte gelohnt hat.
Beispiel
Vereinfachtes Beispiel ohne Gebühren: 1 ETH im Wert von 100 $ und 100 USDC einzahlen. Steigt ETH auf 200 $, rebalanciert ein Constant-Product-Pool auf etwa 0,707 ETH und 141,42 USDC im Wert von 282,84 $. Das Halten der ursprünglichen Vermögenswerte wäre 300 $ wert, sodass der impermanente Verlust etwa 17,16 $ bzw. 5,72 % beträgt.
Kurze Antworten
Häufige Fragen
Wann wird ein temporärer Verlust endgültig?+
Der Vergleichsverlust wird wirtschaftlich realisiert, wenn der Anbieter Liquidität entzieht, während sich die relativen Preise von ihrer Relation zum Einzahlungszeitpunkt unterscheiden. Selbst vor dem Entzug bleibt er ein aussagekräftiger mark-to-market-Vergleich zur Alternative, die ursprünglichen Vermögenswerte zu halten.
Haben Stablecoin-Pools keinen impermanenten Verlust?+
Nein. Pools aus Vermögenswerten, die nahe am gleichen Wert handeln sollen, können bei gehaltenem Peg ein geringeres Risiko aufweisen, doch ein Depeg oder auseinanderlaufende Preise können erhebliche Rebalancing-Verluste verursachen. Auch Pool-Design und Anreize beeinflussen das Ergebnis.
Quellen