In einfachem Englisch
Was Market Maker bedeutet
Im Retail-Forex und bei CFDs kann ein als Market Maker beschriebener Broker die Preise stellen, zu denen er mit Kunden handelt, und deren Gegenpartei werden. Das Unternehmen kann das entstehende Risiko halten, es mit anderen Kunden ausgleichen oder extern absichern. An börsengehandelten Märkten können Market Maker stattdessen nach den jeweiligen Handelsplatzregeln Kurse stellen, um die Handelsliquidität zu unterstützen.
Warum das wichtig ist
Ein Market-Maker-Modell schafft eine direkte Gegenparteibeziehung, die man vor dem Handel verstehen sollte. Diese Beziehung bedeutet nicht automatisch schlechte Ausführung oder unfaire Preise, und ein agency-artiges Modell ist auch nicht automatisch überlegen. Die Ausführungsqualität hängt von den gestellten Spreads, der Ausführungsart, der Orderbehandlung, den Risikokontrollen, der Offenlegung und den Marktbedingungen zum Zeitpunkt des Auftrags ab.
Beispiel
Ein Retail-Forex-Dealer quotiert USD/JPY zu 155,200/155,205 und nimmt die Order eines Kunden zum Kauf zum angebotenen Preis an. Der Dealer ist gegenüber dem Kunden der Verkäufer und verbucht den Trade als Principal. Später kann er sein Netto-Exposure mit einem anderen Marktteilnehmer absichern. In diesem vereinfachten Beispiel agiert der Dealer als Market Maker.
Kurze Antworten
Häufige Fragen
Ist ein Market Maker immer die Gegenpartei des Kunden?+
Oft, wenn der Broker als Prinzipal handelt, ja. Der genaue Vertragspartner und die Möglichkeit des Unternehmens, das Risiko abzusichern oder weiterzugeben, hängen jedoch vom Produkt, den Vertragsbedingungen und der Rechtsordnung ab.
Werden Market Maker nur im Forex-Handel eingesetzt?+
Nein. Market Maker sind in vielen Finanzmärkten tätig, darunter börsennotierte Aktien, Optionen, Anleihen und börsengehandelte Fonds. Ihre Quotierungspflichten und die Marktstruktur unterscheiden sich je nach Handelsplatz und Instrument.
Quellen