In einfachem Englisch
Was STP-Broker bedeutet
Straight-through Processing soll den Weg von einer auf einer Plattform eingegebenen Order über Routing, Ausführungsbericht und Backoffice-Datensätze automatisieren. Im Forex-Bereich kann ein Broker Orders an einen Liquiditätsanbieter senden, Kurse mehrerer Anbieter bündeln oder automatisierte interne Risikoregeln nutzen, bevor entschieden wird, ob und wie das Exposure abgesichert wird. Die genaue Ausgestaltung unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen deutlich.
Warum das wichtig ist
Automatisierung kann betriebliche Verzögerungen und Übertragungsfehler reduzieren, garantiert aber keine sofortige Ausführung zum angezeigten Preis. Trader sollten dennoch verstehen, ob Spreads einen Aufschlag enthalten, ob Kommissionen anfallen, was passiert, wenn eine Order nicht vollständig ausgeführt werden kann, und ob der Anbieter die Order unter den angegebenen Bedingungen ablehnen, neu bepreisen oder ausgleichen kann.
Beispiel
Ein Kunde sendet über ein STP-Konto einen Market-Sell-Order über 50.000 EUR/USD. Das System des Brokers prüft automatisch die verfügbare Margin, leitet den Auftrag an die konfigurierte Liquiditätsquelle weiter und sendet eine Ausführungsbestätigung zu 1,07990 zurück. Kein Mitarbeiter gibt den Auftrag manuell ein. Dieser vereinfachte Ablauf illustriert STP; er belegt weder DMA noch eine bestimmte Gegenparteistruktur.
Kurze Antworten
Häufige Fragen
Was entfernt Straight-Through Processing?+
Es entfernt im normalen Orderablauf in der Regel die manuelle Neueingabe. Es hebt jedoch weder Vorab-Risikoprüfungen noch Routing-Logik, Handelsmeldungen noch die Möglichkeit auf, dass eine Order abgelehnt oder zu einem veränderten Preis ausgeführt wird.
Ist STP dasselbe wie direkter Marktzugang?+
Nein. STP betrifft die automatisierte Verarbeitung und Weiterleitung. Direct Market Access betrifft den Zugang zu einem Handelsplatz oder Markt über einen Broker. Ein STP-Workflow kann mit oder ohne DMA genutzt werden.
Quellen