In einfachem Englisch
Was Risiko-Rendite-Verhältnis bedeutet
Das Verhältnis wird meist aus Einstiegspreis, Stop-Loss-Niveau und Kursziel gebildet. Es beschreibt die Auszahlungsstruktur eines geplanten Handels vor der Ausführung. Ein günstig wirkendes Verhältnis bedeutet nicht, dass das Kursziel wahrscheinlich erreicht wird, und es berücksichtigt Spreads, Kommissionen, Finanzierungskosten, Steuern, Slippage oder Teilausführungen nicht automatisch.
Warum das wichtig ist
Das Chance-Risiko-Verhältnis hilft dabei, geplante Trades auf einer gemeinsamen Geldbasis zu vergleichen, besonders wenn die Stop-Abstände unterschiedlich sind. Es sollte zusammen mit der Trefferquote und den Ausführungskosten bewertet werden. Eine Strategie kann viele verlustreiche Trades haben und dennoch grundsätzlich profitabel sein, wenn die Gewinne deutlich größer sind als die Verluste; eine Garantie dafür, dass eines der geplanten Ergebnisse eintritt, gibt es jedoch nicht.
Beispiel
Ein Trader kauft bei 1.2000, setzt den Stop-Loss bei 1.1950 und das Kursziel bei 1.2100. Das geplante Risiko nach unten beträgt 50 Pips, das geplante Potenzial nach oben 100 Pips. Ohne Transaktionskosten und bei gleichem Pip-Wert in beiden Richtungen ergibt sich ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1:2. Ein geplanter Verlust von 100 $ entspricht einem geplanten Gewinn von 200 $.
Kurze Antworten
Häufige Fragen
Bedeutet ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1:2, dass ein Trade die doppelte Gewinnchance hat?+
Nein. Es vergleicht nur den geplanten Risikobetrag mit dem geplanten potenziellen Gewinn. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines der beiden Ergebnisse hängt vom Marktverhalten, der Handelsmethode und den Ausführungsbedingungen ab.
Sind Spread und Kommission im Chance-Risiko-Verhältnis enthalten?+
Sie sollten bei der Schätzung des Nettoergebnisses berücksichtigt werden, doch Plattformen und Trader können das Verhältnis unterschiedlich darstellen. Prüfen Sie, ob Ein- und Ausstiegskosten, Finanzierung und erwartete Slippage enthalten sind.
Quellen