In einfachem Englisch
Was algorithmischer Handel bedeutet
Ein Algorithmus kann Regeln auf Basis von Preisen, Volumina, Indikatoren, Nachrichteninputs oder Risikogrenzen befolgen. Er könnte zum Beispiel einen großen Auftrag in kleinere Aufträge aufteilen oder eine Position schließen, sobald ein Schwellenwert erreicht ist. Ein Chartalarm allein ist nicht zwangsläufig algorithmischer Handel, wenn ein Mensch weiterhin alle Orderparameter festlegt und den Auftrag manuell erteilt.
Warum das wichtig ist
Automatisierung kann Konsistenz und Geschwindigkeit verbessern, sie kann aber auch eine fehlerhafte Regel in großem Maßstab wiederholen. Zu den relevanten Kontrollen zählen Tests, Limits für Ordergröße und Exposure, Überwachung, eine Möglichkeit zum Stopp des Systems sowie Protokolle über Systemänderungen. Regulatorische Definitionen können zudem algorithmischen Handel vom einfachen Order-Routing abgrenzen.
Beispiel
Ein Programm ist angewiesen, 10.000 EUR/USD zu kaufen, sobald eine bestimmte gleitende-Durchschnitts-Bedingung eintritt, aber nur, wenn der Spread unter einem festgelegten Schwellenwert liegt. Es entscheidet anhand dieser Regeln automatisch, ob es die Order sendet, und bestimmt deren Zeitpunkt. Das ist algorithmisches Trading; die Regeln beweisen nicht, dass es profitabel sein wird.
Kurze Antworten
Häufige Fragen
Ist eine Stop-Loss-Order algorithmischer Handel?+
Nicht unbedingt. Eine einfache Stop-Loss-Anweisung kann für sich genommen nur eine Orderfunktion sein. Die Einstufung hängt davon ab, ob ein Computer-Algorithmus Orderparameter über reines Routing oder die Nachbearbeitung hinaus automatisch bestimmt.
Beweist Backtesting, dass ein Algorithmus live funktioniert?+
Nein. Backtests beruhen auf historischen Daten und Annahmen zu Kosten, Ausführungen und Marktbedingungen. Die Live-Performance kann sich wegen Slippage, Latenz, veränderter Liquidität und Modellfehlern unterscheiden.
Quellen