In einfachem Englisch
Was Reservewährung bedeutet
Zentralbanken und andere offizielle Reservehalter halten Portfolios aus Auslandsaktiva wie Einlagen und Staatsanleihen, die auf Reservewährungen lauten. Die Reservefunktion einer Währung wird durch Faktoren wie Markliquidität, Konvertibilität, Vertrauen in Institutionen und das Angebot investierbarer Vermögenswerte gestützt. Der Status als Reservewährung ist eine Frage der internationalen Nutzung; er ist kein rechtliches Etikett, das den Wert oder die Stabilität einer Währung garantiert.
Warum das wichtig ist
Reservewährungen sind wichtig, weil Staaten Fremdwährungen benötigen können, um in Devisenmärkten zu intervenieren, externe Verpflichtungen zu erfüllen oder in Stressphasen Liquidität bereitzustellen. Ihre Nutzung kann auch die weltweite Nachfrage nach den Finanzanlagen des Emittentenlandes beeinflussen. Für Marktteilnehmer sind Reservebestände und Veränderungen in ihrer Zusammensetzung makroökonomische Informationen, sie bestimmen aber nicht mechanisch die kurzfristige Richtung eines Währungspaars.
Beispiel
Eine Zentralbank hält einen Teil ihrer Devisenreserven in US-Dollar-Staatsanleihen und auf Euro lautenden Staatsanleihen. Beide Währungsengagements sind Teil ihres Reserveportfolios. Benötigt sie Dollar, um Dollarliquidität bereitzustellen oder eine FX-Operation durchzuführen, kann sie Dollarvermögen verkaufen oder einsetzen, vorbehaltlich ihrer Anlage- und politischen Vorgaben.
Kurze Antworten
Häufige Fragen
Wie werden Reservewährungen gemessen?+
Ein wichtiger Maßstab ist die Währungszusammensetzung der von den Währungsbehörden gemeldeten offiziellen Devisenreserven. Die COFER-Datenreihe des IWF veröffentlicht globale Aggregatwerte nach Währungen, während einzelne Länderportfolios in der Regel vertraulich sind.
Hebt der Status als Reservewährung das Währungsrisiko auf?+
Nein. Reservewährungen können auf- oder abwerten, und Reserveaktiva können Zins-, Kredit-, Liquiditäts- und Bewertungsrisiken aufweisen. Offizielle Halter steuern diese Risiken über die Portfoliopolitik und die Liquiditätsplanung.
Quellen