FXForex-Grundlagen

Sitzungsüberschneidung

Auch bezeichnet alsÜberschneidung der Handelszeiten

Ein Session-Overlap ist ein Zeitraum, in dem zwei regionale Forex-Handelssitzungen gleichzeitig aktiv sind. Das bekannteste Beispiel ist die London–New York-Überlappung, wenn europäische und nordamerikanische Teilnehmer gleichzeitig am dezentralen Devisenmarkt handeln können.

Was Session-Überschneidung bedeutet

Da sich Forex-Aktivität über globale Zeitzonen hinweg verschiebt, können sich die Grenzen regionaler Sessions überschneiden. Während einer Überschneidung können mehr Banken, Dealer, Fonds und elektronische Handelsplätze aktiv sein als in einer ruhigeren Phase. Das kann die verfügbare Liquidität für einige Paare erhöhen, doch der Umfang variiert je nach Währung, Tag, Wirtschaftskalender und Handelsplatz.

Session-Überlappungen werden oft als praktischer Zeitbezug verwendet, weil sich die Marktbedingungen ändern können, wenn mehrere große Zentren gleichzeitig geöffnet sind. Mehr Aktivität kann engere notierte Spreads oder größere Markttiefe unterstützen, doch beides ist nicht garantiert. Nachrichten mit hoher Wirkung können stattdessen schnelle Kursbewegungen, Lücken in der verfügbaren Liquidität und Slippage verursachen.

Während sich London und New York zeitlich überschneiden, platziert ein Trader eine Market-Order in EUR/USD genau in dem Moment, in dem US-Inflationsdaten veröffentlicht werden. Obwohl beide regionalen Handelsplätze aktiv sind, kann die Order dennoch zu einem schlechteren Preis als erwartet ausgeführt werden, wenn sich die Kurse vor der Ausführung bewegen. Mehr Marktteilnehmer beseitigen das aus Nachrichten resultierende Ausführungsrisiko nicht.

Häufige Fragen

Was ist die wichtigste Überschneidung der Forex-Sitzungen?+

Die London-New-York-Überlappung wird am häufigsten genannt, weil sie zwei große FX-Zentren verbindet. Die exakt angezeigten Handelszeiten hängen von der gewählten Zeitzone und saisonalen Sommerzeitumstellungen ab.

Bedeutet eine Sitzungsüberschneidung immer niedrigere Spreads?+

Nein. Mehr gleichzeitige Aktivität kann die Liquidität verbessern, doch Spreads bleiben variabel. Sie können sich wegen Wirtschaftsdaten, Feiertagen, volatilen Märkten, dem Preismodell eines Brokers oder geringerer Liquidität in einem bestimmten Währungspaar ausweiten.

Zum Originalmaterial gehen.

01Bank for International Settlements — Bericht des Markets Committee zur Struktur des FX-Markts02Federal Reserve Bank of New York — Devisenkontrahenten03Bank of England — Wer legt Wechselkurse fest?