In einfachem Englisch
Was Kurslücke bedeutet
Auf einem Tageschart kann eine Aufwärtslücke entstehen, wenn das Tagestief des Folgetags über dem Tageshoch des Vortags liegt; eine Abwärtslücke ist das Gegenteil. Gaps sind am deutlichsten in Märkten mit klar definierten Handelssitzungen, etwa bei börsennotierten Aktien und Futures. In kontinuierlich quotierten Märkten wie Spot-Forex treten sie während des aktiven Wochentagshandels seltener auf, können aber nach einem Wochenende oder einer Störung der Preisstellung vorkommen.
Warum das wichtig ist
Eine Kurslücke kann auf eine starke Neubewertung zwischen Chartperioden hinweisen, schafft aber auch Ausführungsrisiken. Eine Stop-Loss-Order wird grundsätzlich ausgelöst, wenn ihr Niveau erreicht ist; sie garantiert nicht, dass bei einem Sprung über das Niveau genau dort ausgeführt wird. Die Differenz zwischen dem gewünschten Auslösepreis und der tatsächlichen Ausführung ist Slippage.
Beispiel
Eine Aktie schließt mit einem Tageshoch von 50,00 US-Dollar. Am nächsten Handelstag eröffnet sie bei 52,00 US-Dollar und das Tagestief liegt bei 51,70 US-Dollar. Der Bereich von 50,00 bis 51,70 US-Dollar enthält auf diesen Tageskerzen keinen erfassten Handel, also eine Aufwärtskurslücke. Dieses Beispiel ist vereinfacht.
Kurze Antworten
Häufige Fragen
Warum sind Kurslücken im Spot-Forex weniger häufig?+
Spot-Forex wird an weiten Teilen des Werktags über ein dezentrales Netzwerk und nicht über eine einzelne tägliche Börsensitzung gestellt. Die fortlaufende Kursstellung verringert übliche Gaps zum Sitzungsbeginn, obwohl die Wiedereröffnung nach dem Wochenende und abrupte Liquiditätsänderungen weiterhin solche Lücken erzeugen können.
Kann eine Stop-Loss-Order Gap-Risiko verhindern?+
Eine Stop-Loss-Order kann einen Auslösepunkt für einen Ausstiegsversuch setzen, garantiert aber in der Regel keinen Ausführungskurs. Bei einer Kurslücke kann der verfügbare Ausführungskurs deutlich schlechter sein als das Stop-Niveau.
Quellen