Krypto

Krypto-Verwahrung

Auch bezeichnet alsVerwahrung digitaler Vermögenswerte

Crypto Custody ist die Verwahrung und Kontrolle der privaten Schlüssel oder anderer Autorisierungsmechanismen, die für die Übertragung von Krypto-Assets erforderlich sind. Sie kann als Self-Custody durch den Asset-Inhaber oder als Verwahrung durch einen Dienstleister erfolgen, der vertraglichen und gegebenenfalls aufsichtsrechtlichen Pflichten unterliegt.

Was Krypto-Verwahrung bedeutet

Bei Self-Custody kontrolliert der Nutzer die Schlüssel und trägt die Verantwortung für Backups und die Autorisierung von Transaktionen. Bei Verwahrung durch Dritte kontrolliert ein Unternehmen Schlüssel oder Signiersysteme für den Kunden, häufig mit Kontrollen, operativen Richtlinien und getrennten oder gepoolten Wallet-Strukturen. Die rechtlichen Ansprüche, die Behandlung im Insolvenzfall, der Auszahlungsprozess und der Schutz variieren je nach Anbieter und Jurisdiktion.

Die Verwahrung bestimmt, wer Vermögenswerte bewegen kann, wer die Wiederherstellung übernimmt und welche Risiken entstehen, wenn Schlüssel verloren gehen, Systeme ausfallen oder der Verwahrer insolvent wird. Regulierung und institutionelle Sicherungen können wichtige Anforderungen stellen, beseitigen jedoch weder Marktrisiko noch Technologierisiko, Betrugsrisiko oder die Möglichkeit eines Verlusts.

Ein Anlageberater wählt für Kryptoassets von Kunden einen Drittverwahrer aus. Vor der Nutzung prüft der Berater, wie die Vermögenswerte verbucht werden, wer Auszahlungen autorisieren kann, wie die Private Keys geschützt sind und ob eine unabhängige Verifikation möglich ist. Ein Kunde mit Self-Custody muss diese Schlüssel- und Wiederherstellungsmaßnahmen dagegen selbst verwalten.

Häufige Fragen

Bedeutet die Nutzung eines Verwahrers, dass ich die Private Keys besitze?+

In der Regel nicht. Bei Verwahrung durch Dritte kontrolliert der Anbieter die Keys oder den Signierprozess normalerweise im Rahmen seiner Dienstleistungsvereinbarung. Ihre Rechte ergeben sich aus der Kontovereinbarung, dem anwendbaren Recht und den Aufzeichnungen des Verwahrers.

Hebt Regulierung das Verwahrungsrisiko auf?+

Nein. Aufsicht und Verwahrungsanforderungen können bestimmte operative oder verhaltensbezogene Risiken verringern, sie können jedoch weder die Wiedererlangung von Vermögenswerten garantieren noch jeden Verstoß verhindern oder Gegenparteien-, Rechts- oder Marktrisiken ausschließen.

Zum Originalmaterial gehen.

01SEC — FAQs zu Krypto-Asset-Aktivitäten und verteilter Ledger-Technologie02SEC — Stellungnahme zur Verwahrung von Krypto-Asset-Wertpapieren durch Broker-Dealer03SEC — Vorschriftenentwurf zur Sicherung verwahrter Beratervermögen