Marktanalyse

Bollinger-Bänder

Auch bezeichnet alsBollinger-Bänder®

Bollinger-Bänder sind adaptive Kursbänder, bestehend aus einem mittleren gleitenden Durchschnitt sowie oberen und unteren Bändern, die in einem gewählten Abstand von Standardabweichungen um diesen Durchschnitt gelegt werden. Eine häufige Standardeinstellung verwendet einen einfachen gleitenden Durchschnitt über 20 Perioden mit Bändern zwei Standardabweichungen darüber und darunter.

Was Bollinger-Bänder bedeuten

Die Bänder weiten sich aus, wenn die jüngste Preisvolatilität steigt, und ziehen sich zusammen, wenn sie sinkt. Sie zeigen daher, ob ein Preis im Verhältnis zu seinem jüngsten Verhalten eher hoch oder niedrig ist, statt einen absoluten fairen Wert festzulegen. In einem starken Trend kann der Preis nahe am oberen oder unteren Band bleiben, sodass eine Berührung des Bands allein keine Umkehr belegt.

Bollinger Bands verbinden einen Trendbezug, den Mittelwert, mit einer volatilitätssensitiven Bandbreite. Sie können helfen, veränderte Bedingungen zu erkennen, etwa ungewöhnlich enge oder breite Bänder, doch ihr Nutzen hängt vom Markt, Zeitrahmen, den Parametern und weiteren Indizien ab. Die Standardabweichung macht künftige Preisverläufe nicht automatisch normalverteilt.

Angenommen, der gleitende 20-Perioden-Durchschnitt liegt bei 1.2000 und die Standardabweichung über 20 Perioden bei 0.0040. Bei einer Einstellung von zwei Standardabweichungen liegt das obere Band bei 1.2080 und das untere Band bei 1.1920. Diese vereinfachten Bänder beschreiben eine jüngste relative Spanne; sie schaffen keine Unterstützung oder einen Widerstand, den der Kurs nicht durchbrechen könnte.

Häufige Fragen

Wodurch weiten sich Bollinger-Bänder aus?+

Die Bänder werden breiter, wenn die Standardabweichung in ihrer Berechnung zunimmt, was in der Regel auf größere jüngste Kursschwankungen folgt. Sie werden enger, wenn die jüngsten Kursschwankungen abnehmen.

Sind 20 Perioden und zwei Standardabweichungen verpflichtend?+

Nein. Sie sind weit verbreitete Standardwerte, aber keine universellen Vorgaben. Eine Änderung des Lookback-Zeitraums oder des Multiplikators verändert die Empfindlichkeit und die Breite der Bänder, daher sollten die Ergebnisse stets im Zusammenhang mit den gewählten Einstellungen interpretiert werden.

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01John Bollinger — Erläuterung der Bollinger-Bänder02John Bollinger — Regeln für Bollinger-Bänder